Der Dackel |
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Äußere ErscheinungDer Dackel (auch "Teckel" oder "Dachshund" genannt) ist kurzläufiger Hund von langgestreckter aber trotzdem kompakter Gestalt. Er ist er sehr muskulös, mit aufrechter Kopfhaltung und aufmerksamen Gesichtsausdruck. Die kurzen Beine des Dackels sind Ergebnis der gezielten Züchtung auf Achondroplasie, und ist Teil des Rassestandards.
Die Achondroplasie (auch Chondrodysplasie oder Chondrodystrophia fetalis genannt) ist eine bei vielen Säugetieren - so auch beim Menschen - häufige Mutation, welche das Wachstum des Skelettsystems betrifft. Sie wird in geringerem Teil autosomal-dominant vererbt (ca. 20 %), entsteht zu weit größerem Teil aber durch Neumutation, wobei die Wahrscheinlichkeit des Auftretens insbesondere mit dem Alter des biologischen Vaters ansteigt. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Achondroplasie)
Die ersten Hinweise auf die Vorfahren unserer heutigen Dackel lassen sich in
Büchern des frühen 18. Jahrhunders finden. Dort gibt es Berichte über
Hunde, die "Dachs-Kriecher" oder "Dachs-Krieger" genannt wurden. Die
damaligen Dackel waren noch größer als unsere heutigen Teckel, und mit
einem Gewicht zwischen 14 und 18 kg auch um einiges schwerer.
Diese Hunde wurden insbesondere für die Jagd und die Verfolgung von Dachsen
gezüchtet. Um die Dackel auch zur Kaninchenjagd benutzen zu können,
begannen die damaligen Züchter damit, diese Hunde auch kleinformatiger zu
züchten. Neben der Baujagt auf Dachs, Fuchs und Kaninchen, wurden und
werden Dackel auch heute noch zum Aufspüren verletzten Wildes eingesetzt.
Im Rudel wurden sie sogar bei der Jagd auf Wildschweine und Vielfraße
(Bärenmarder) verwendet.
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Der Kurzhaar-DackelDer Kurzhaardackel ist die Ursprungsform dieser Rasse. Der Ursprung des Kurzhaardackels ist nicht ganz klar zu definieren. Aus dem alten Ägypten gibt es Skulpturen mit niederläufigen Hunden mit langem Rumpf. Ob es sich bei diesen Hunden um Vorläufer der heutigen Dackel handelt, läßt sich allerdings nicht beweisen. Lt. DTK (Deutscher Teckelclub 1888 e.V.) ist die Urform des Dackels der schwarz-rote Kurzhaardackel, der aus der Bracke - einem Hund mit hoher Ausdauer und feiner Nase - herausgezüchtet wurde. Durch das weitere einkreuzen von niederläufigen, roten Haidbracken, entstand dann der rote Kurzhaarteckel. Den Kurzhaardackel gibt es in verschiedenen Farbschlägen: Von rot, rot-schwarz, gestromt, über schoko-braun (eher selten) bis hin zum Schwarz- oder Brauntiger gehen die Farbvarianten. Die nachfolgenden Bilder der Tigerdackel wurden uns freundlicherweise von Regina Kittner, einer sehr erfolgreichen und engagierten Kurzhaardackel-Züchterin - zur Verfügung gestellt. Danke Regina! | ||
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Der Rauhaar-DackelDer Rauhaardackel entstand durch Kreuzung von Kurzhaarteckeln mit den in England zur Bodenjagd sehr geschätzten Dandie Dinmont Terriers. Die Dominanz bestimmter Merkmale im Erbgang spielte hierbei eine wichtige Rolle. Rauhaar ist dominant über Kurz- oder Langhaar, die beide ein rezessives Merkmal darstellen und somit zwar verdeckt vererbt werden, aber nicht ganz ausgeschaltet werden können. Aus diesem Grund gibt es auch heute noch Rauhaarteckel, die ein mehr oder weniger ausgeprägtes (nicht so sehr geschätztes) Schopfhaar oder Körperbehaarung haben. Aber nicht nur der Dandie Dinmont hat mit zur Entstehung der Rauhaardackel beigetragen, auch der Sky- und der Yorkshireterrier haben in einigen Zuchten Eingang gefunden. Da diese beiden Rassen - wie auch der Dandie Dinmont - überwiegend weiches Haar haben, liegt es nahe auch andere Rassen, mit harschem Haar, als Mitbegründer der Rauhaardackel zu vermuten. Zur weiteren Entwicklung der Rauhaardackel haben - insbesondere im süddeutschen Raum - auch die Schnauzer beigetragen. Mit diesen brachte man die sogenannte "Raubzeugschärfe", aber auch die Steilstellung sowohl der Vorder- als auch der Hinterhand in die verschiedenen Blutlinien ein. Durch die Vielzahl der Ahnen wies der Rauhaardackel zunächst keine einheitliche Erscheinungsform auf. Erst später, als man wieder vermehrt Kurzhaardackel einkreuzte, entwickelte sich der lang ersehnte Rauhaartyp, der auf Distanz gesehen zwar einem Kurzhaardackel zum Verwechseln ähnlich sieht, im Gegensatz zu diesem jedoch ein drahtiges Fell mit wärmenden Unterhaar hat. Der Bart, die buschigen Augenbrauen und die stärkere Behaarung an den Läufen sind untrügliche Merkmale der Rauhaarigen. Der Haarentwicklung der Rauhaardackel wird auch heute noch eine kritische Beobachtung zuteil. Dackel mit zu weicher Behaarung sind auf Zuchtschauen nicht gern gesehen, und werden u.U. auch nicht zur Zucht zugelassen. Auch den Rauhaardackel gibt es in verschiedenen Farbschlägen: Dunkel-Saufarben (schwarz, silber meliert), dürrlaubfarben (weizenfarbig) sehr selten, saufarben, etwas helleres silber mit schwarz, braune Rauhaar und schwarz-rote, wobei über den Augen markante Flecken beidseitig vorhanden sein müssen. | ||
Der Langhaar-DackelDer Langhaardackel, der erst in den 70er Jahren an Beliebtheit vom Rauhaardackel überflügelt wurde, ist wohl der erste und damit älteste Abkömmling der Ursprungsform des Dackels. Er entstammt der Kreuzung von Wachtel-, Spaniel- und Setterhunden mit dem damaligen Tachs-Kriecher, einem kurz- oder stockhaarigen Teckel. Erst zu Beginn der 1900er Jahre wurde ein Zuchtregister für Langhaardackel geschaffen. Um 1910 herum sah man dann auch erstmalig rote Langhaardackel auf Ausstellungen, die in den folgenden Jahren immer beliebter wurden. Die Farbschläge des Langhaardackels entsprechen lt. Rassestandard denen des Kurzhaarteckels. | ||
Die Größen-Variationen: Standarddackel, Zwerg- und KaninchendackelJede Haarart gibt es wiederum in drei Größen-Variationen:
Die Zucht der Kleinteckel ist - bedingt durch die geringe Anzahl der Welpen pro Wurf - sehr schwierig.
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Das Wesen der Dackel"Nichts über den Dackel. Ich kann Dackel nicht leiden: Sie brechen einem das Herz, dann heben sie an den Bruchstücken ein Bein auf. Man weiß bei einem Dackel nie, welche Sorte Tränen man gerade in den Augen hat: Solche des Lachens, der Liebe oder der Wut. In einer Dackelseele menschelt es wie in keiner anderen Hundeseele." (Aus: Horst Stern, Bemerkungen über den Hund, S. 118)
Eine kleine Hommage an die DackelFaszination Dackel (Powerpoint) oder Faszination Dackel (PDF)
Dackel haben - wenn sie vernünftig sozialisiert, sowie liebevoll und konsequent (was NICHT "die harte Hand" bedeutet!) erzogen wurden - trotz ihrer jagdlichen Herkunft, ein familientaugliches Wesen. Sie sind freundlich, selbstbewuß und gutmütig (solange man diese Gutmütigkeit nicht überstrapaziert!).
Wurden sie in der Sozialisationsphase und auch später mit Kindern zusammengebracht, und wurde darauf geachtet, daß sie nicht von Kindern drangsaliert wurden, sind sie auch ausgesprochen kinderfreundlich. Trotzdem sollte man im Interesse von Kind und Hund darauf achten, Kinder niemals allein mit dem Tier zu lassen, sondern immer ein wachsames Auge auf beide haben! Dies gilt übrigens nicht nur für Dackel, sondern für alle Hunde!
Fühlt sich ein Dackel in seiner Familie wohl, und "taut auf", kann er sich zu einem regelrechten Clown entwickeln, der sich auch gern einige lustige Späße ausdenkt, und so seine Familie auf Trab hält. Dem Dackel wird in dieser Hinsicht gern auch "Humor" nachgesagt. ;o) Sofern man einen eigenen Garten besitzt, sollte man sich auch durchaus mit dem Gedanken vertraut machen, daß so mancher Dackel diesen Garten - zumindest teilweise - "okkupieren" wird, und ihn nach seinen Bedürfnissen umgestalten wird. Im Klartext bedeutet dies: Ein Dackel buddelt für sein Leben gern! Man sollte ihm dieses Bedürfnis auch ruhig zugestehen, und ihm im Garten eine Ecke zuweisen, in der er seiner Leidenschaft nachgehen darf. Buddeln dürfen gehört durchaus beim Dackel zur sog. "artgerechten Haltung"...
![]() Manche nennen den Dackel auf Grund seiner Buddelleidenschaft auch gern liebevoll "Erdferkel". Dem Dackel wird weiterhin gern "Sturheit" und "Dickköpfigkeit" nachgesagt, sowie "Schwererziehbarkeit" angedichtet. Dies stimmt so nicht! Bedenkt man, daß die Dackel dazu gezüchtet wurden, unter der Erde zu jagen, und dabei auf Raubtiere eingesetzt zu werden, die - wie der Dachs - um einiges größer und gefährlicher sind, als der Dackel, wird einem klar, daß nur ein Tier welches selbstbewußt, mutig, kämpferisch und entschlußfreudig ist, dort wieder lebend heraus kommt. Zur Zucht kamen jahrhunderte lang nur die Tiere, die lebend wieder aus dem Dachs- und Fuchsbau heraus gekommen sind (die anderen Hunde kamen aus naheliegenden Gründen nicht mehr zum züchterischen Einsatz...). Heutzutage nun dem Dackel aber eben diese Entschlußfreude und Selbständigkeit vorzuwerfen, ist mehr als unfair! Darüber hinaus ... ist es einfach ein Ammenmärchen! Erdacht wurde es von Leuten, die sich keine Mühe geben wollten, ihren Dackel auszubilden und immer wieder zu motivieren, bei dem - manchmal vielleicht auch langweiligen - Grundgehorsamstraining mitzumachen und/oder zu bequem waren, sich Trainingswege auszudenken, bei denen der Dackel gern mitmacht! Es ist durchaus möglich, Dackel genauso gut auszubilden, wie jeden anderen Hund auch! Hat man einmal herausgefunden, wie man seinen Dackel am besten motivieren kann, und gestaltet man das Training abwechslungsreich und interessant für den Dackel, dann hat man einen sehr begeistert lernenden Hund an seiner Seite, den man durchaus zur Begleithundeprüfung (BH) führen kann. Auch Agility, Obedience und andere anspruchsvolle Hundesportarten sind kein Problem für einen Dackel (bei Agility sollte man allerdings Rücksicht auf den langen Rücken des Dackels nehmen, und ihn nicht so viel springen lassen!). Manche Dackel brauchen vielleicht ein wenig länger als andere, bis sie bestimmte Übungen erlernt haben - aber auch dieses Phänomen gibt es, wenn wir ehrlich sind, natürlich auch bei anderen Hunden. Bei Dackeln wird es dann gern wieder auf ihre (nicht vorhandene!) "Dickköpfigkeit" geschoben... Auch in der Erziehung gilt: Mit Konsequenz, Geduld und Einfühlungsvermögen erzogen, kann ein Dackel alles lernen, was der Mensch von ihm verlangt...sogar, Skateboard fahren ...
![]() oder Spielzeug-LKWs ziehen: ![]()
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